Chance e.V. - Zukunft für Menschen

Dorfschule als Zeichen der Hoffnung

Die Dorfschule - Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft.

Dorfschule als Zeichen der Hoffnung

Erfahren Sie, wie die winzige Dorfschule das Überleben der ganzen Dorfgemeinschaft von San Gerónimo verteidigt und warum es so wichtig ist, dass die 20 Schulkinder dieses Dschungeldorfes auch weiterhin zur Schule gehen können.   

Noch durch den Fluss waten, der bei Regen unpassierbar wird, und einen Abhang hinauf, dann erreicht man das abgelegene Dorf San Gerónimo im peruanischen Regenwald. Die Yánesha-Indianer leben hier schon seit Generationen, doch konnten sie bislang noch keine offizielle Anerkennung ihrer Siedlung und ihrer 4000 Hektar Wald erwirken. Jahrelang wurden sie immer wieder vertröstet, während andere ihre Lebensgrundlagen bedrohen.

Jetzt haben die Dorfbewohner ihr Schicksal selbst in die Hand genommen: Ohne Hilfe von außen haben sie ihr Dorf, das inmitten einer herrlichen Landschaft mit Blick auf die Berge des San Matías Schutzgebiets liegt, ganz neu wieder aufgebaut. Neben den kleinen Behausungen der ungefähr 20 Familien, sind ein einfaches Fußballfeld entstanden, ein Gemeinschaftshaus für Versammlungen und eine kleine Indianerkirche, in der die Bewohner Gottesdienste feiern und beten. Daneben steht ein anderes kleines Holzgebäude ohne Wände und mit Palmdach im Zentrum der Bemühungen dieser Menschen um eine lebenswerte Zukunft: die Dorfschule.

Endlich können die 20 Kinder des Dorfes direkt vor Ort zur Schule gehen. Bis 2015 mussten die Familien während der Schulzeit nämlich immer ihr Land verlassen, um in größeren Siedlungen zu leben, wo es Schulen gibt. Sie waren so gezwungen, ihre Felder und Wälder monatelang schutzlos zurückzulassen, und das wo illegale Geschäftemacher versuchen, sich das Gebiet anzueignen. Die kleine Schule verleiht dem ganzen Dorf jetzt einen offizielleren Charakter und unterstreicht die Botschaft der Menschen: „Das ist unser Land und hier werden wir auch bleiben!“ So wird es für andere schwieriger, die Existenz und das Lebensrecht der Dorfgemeinschaft weiterhin zu missachten und das Land der Indianer einfach zu stehlen. 

Die in extremer Armut lebenden Dorfbewohner engagieren sich gemeinsam. Unter großen Opfern haben die wenigen Familien das kleine Schulhäuschen einfach selbst gebaut und bezahlten sogar das Lehrergehalt während der ersten Monate kurzerhand selbst, um die Behörden so zur Einhaltung ihrer Zusagen und Unterstützung der Schule zu zwingen. Doch alle Versprechen wurden gebrochen und die 20 Familien aus dem Dorf haben jetzt einfach kein Geld mehr, um die Lehrerin weiterhin zu bezahlen. Wieder stehen sie vor der Frage: Sollen sie ihre Heimat nun wieder verlassen und das Land ihrer Vorfahren den Invasoren preisgeben? Oder sollen ihre Kinder etwa nicht zur Schule gehen dürfen? Beides wäre keine gerechte Lösung!

Deshalb wollen wir hier helfen: Damit die Kinder aus San Gerónimo zur Schule gehen und ihre Eltern die Heimat nicht aufgeben müssen, wollen wir alle Schulkinder aus dem Dorf in unser Patenprogramm aufnehmen. Insgesamt sind das ungefähr 24. Mit der Unterstützung der Paten können die Eltern der Kinder dann das Lehrergehalt wieder so lange finanzieren, bis die Schulbehörde aktiv wird. Gleichzeitig stärken wir so das Lebensrecht der ganzen Dorfgemeinschaft und geben 20 Indianerfamilien und ihren Kindern die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft. Alles beginnt mit der Schule, der Lehrerin und den Patenschaften. Deshalb suchen wir ab sofort Paten und Patinnen für die ungefähr 20 Schulkinder aus San Gerónimo.

Bitte helfen Sie uns dabei!

Können Sie vielleicht selbst eine Patenschaft übernehmen oder kennen Sie jemanden, dem Sie von der Not der Kinder berichten wollen? Machen Sie doch das Schicksal dieser Kinder bekannt und helfen Sie uns, die nötigen Paten und Patinnen zu finden, denn die Zeit drängt. Vielen Dank und Parasios (dankeschön auf Yánesha)!

Neben dem Lehrergehalt ermöglichen die Patenschaften es den Eltern der Kinder, Unterrichtsmaterialien und Schulbücher anzuschaffen. Außerdem sollen im Dorf parallel zum Schulunterricht für Eltern und Kinder ganz unterschiedliche Schulungen und Workshops stattfinden, um diese Menschen weiterhin zu stärken. Helfen Sie uns deshalb dabei, Paten zu finden!

Deshalb suchen wir ab sofort Paten und Patinnen für die Schulkinder aus San Gerónimo. Die Steckbriefe und Bilder einiger dieser Kinder, die sich nichts mehr wünschen, als wieder zur Schuile gehen zu können, haben wir für Sie hier online gestellt.

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