Chance e.V. - Zukunft für Menschen

Kunsthandwerk, Regenwürmer und Buchhaltung für ein Leben in Würde

Die Probleme der Menschen in den Indianerdörfern Perus sind lebensbedrohlich. Doch die Beispiele von drei Dorfbewohnern zeigen, wie es gerade konkrete kleine Schritte sind, die den Menschen die Hoffnung und die Kraft geben, weiterzukämpfen und in ihrem Bemühen um eine lebenswerte Zukunft nicht aufzugeben. Diese drei Menschen, deren kleines aber bedeutsames Engagement wir unterstützen, stehen stellvertretend für viele andere, die beschlossen haben, Verantwortung zu übernehmen und aktiv zu werden.

Lidia und die übrigen KunsthandwerkerInnen ihres Dorfes haben in den letzten Monaten mit unserer Hilfe aus eigener Kraft einen Verein gegründet. Diese neue Formalität ihrer Tätigkeit ist der erste Schritt auf dem Weg dahin, sich und ihren Familien mit ihrer Arbeit ein würdevolles Einkommen zu erwirtschaften. 2016 werden wir sie mit mehr als zehn Schulungen begleiten, damit sie die Qualität und den Marktzugang ihrer Produkte verbessern können. Lidia berichtet: „Die Schaffung unseres Vereins war für uns sehr schwierig, aber dank der Hilfe von Chance e.V. haben wir es geschafft. Mir macht das großen Mut, weil ich sehen kann, wie unsere Produkte besser werden.“

Abel ist der neue Kassierer seines Dorfes. In der Vergangenheit ist das wenige Geld der Gemeinschaft immer wieder verschwunden. Abel und die übrigen Dorfbewohner haben deshalb beschlossen, die Grundlagen einfacher Buchführung zu erlernen, um die Verwaltung ihrer Gemeinschaft transparenter und wirksamer zu gestalten: „So stärken wir unseren Zusammenhalt und unsere Selbstverwaltung, das gibt uns Kraft für die Zukunft.“ Die Kassiererin unserer lokalen Partnerorganisation wird dazu Anfang 2016 mehrere Workshops mit den Dorfbewohnern durchführen.

Carlos ist Acharwak seines Dorfes, das bedeutet auf Yánesha so viel wie Wächter oder Aufpasser. Er weiß einiges über die Traditionen seines Volkes, verbringt gern Zeit mit den Kindern im Dorf oder geht auf die Jagd. Manchmal wird er von anderen Dorfbewohnern wegen seiner aufgeschlossenen Art belächelt. Doch gehört er zu den ersten im Dorf, die nach einer Schulung zum richtigen Umgang mit Abfall selbstgefertigte Abfallkörbe für Biomüll und andere Abfälle installiert haben: „Ich habe gelernt, was der Unterschied ist zwischen Biomüll und Abfällen, die nicht verrotten und deshalb nicht in den Wald gehören“, so Carlos. „Unser Ziel ist es, vom Landkreis die Auszeichnung ‚sauberes Dorf‘ zu bekommen.“ Der Müll in Carlos‘ Dorf soll von allen Bewohnern getrennt gesammelt und dann von der Kreisverwaltung abgeholt und wiederverwertet werden. Nach und nach installieren die Dorfbewohner ihre Abfallkörbe und im nächsten Schritt werden sie darin geschult, wie sie mit Hilfe von Regenwürmern Kompost und natürlichen Dünger für ihre Felder herstellen können.

Solche und andere kleine Maßnahmen sind wichtige Schritte auf dem Weg der nachhaltigen Entwicklung einer Dorfgemeinschaft.

Unterstützen Sie all diese kleinen Schritte im Gebet oder durch eine Spende:

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