Chance e.V. - Zukunft für Menschen

Freiwilligendienst
Was dich erwartet (Peru)

Du kannst deinen Freiwilligendienst bei unserer Partnerorganisation Atiycuy Perú* als Volontariat, (Pflicht-) Praktikum im Rahmen deines Studiums, Auslandssemester, Sabbatjahr, freien Auslandseinsatz oder als IJFD-Einsatz** planen. Vor Ort in Amazonien erwarten dich:

Das einheimische Atiycuy-Team in Villa Rica – eine Community, die Leben teilt und sich gemeinsam für nachhaltige Entwicklung einsetzt:

„Eli“ (Projektleitung), Martín (Orga), „Mundi“ (Dorfentwicklung), „Angie“ (Kinder- und Jugendprogramm), Sumacq (Assistenz), „Mari“ (Buchhaltung) und Giuliana (Koordination Lima) sind da für die Menschen in den Slums und Dörfern, die sie mitfühlend und kompetent begleiten, bestärken und befähigen, um so nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.

Das Team von Atiycuy freut sich auf deine Unterstützung vor Ort! Dabei sind die Freiwilligen nicht nur Teil des Projektteams, sondern auch Mitglieder der Atiycuy-Familie. Das Team begleitet dich beim Einleben an einem neuen Ort und in einer neuen Kultur. Auf Grundlage deiner Begabungen und Talente binden sie dich in die Arbeit ein. Sie freuen sich darauf, dich immer besser kennen zu lernen, miteinander viel zu erleben, voneinander zu lernen, für dich da zu sein und gemeinsam mit dir dafür zu sorgen, dass die Kinder in den Slums, die ausgebeuteten Indianergemeinschaften im Dschungel und die wunderschönen Bergregenwälder der Region eine Chance bekommen.

Angie, Mundi, Eli, Martín, Sumacq

Eine spannende und einmalige Arbeit - An der Seite des Atiycuy-Teams engagierst du dich in Indianerdörfern, Slums und Regenwäldern:  

  • Nachhaltige Entwicklung indigener Gemeinschaften – Die Probleme der Indianerdörfer reichen von Landrechtsfragen, Korruption und schlechter Selbstverwaltung bis hin zu Armut, Verlust der kulturellen Identität und Umweltzerstörung. Deshalb begleiten wir diese Gemeinschaften, um sie von innen stark zu machen. Ziel ist es, durch kompetente Selbstbestimmung die Lebensqualität im Dorf nachhaltig zu verbessern, den sozialen Zusammenhalt, die Kultur und den Regenwald zu erhalten sowie der Armut zu entkommen. Du besuchst die Dörfer im Dschungel, begegnest den Menschen, entdeckst die Natur, gehst mit den Kindern im Dschungelfluss schwimmen und unterstützt unser Team bei der Planung, Verwaltung und Durchführung ganz unterschiedlicher Aktivitäten. So lernst du viel über sinnvolle Entwicklung, Nachhaltigkeit, die schwierige Lage der indigenen Völker und die tropischen Regenwälder Amazoniens.

  • Kinder- und Jugendarbeit – Viele der Kinder und Jugendlichen leben nicht nur in großer Armut, sondern kommen häufig aus dysfunktionalen Familien. Sie erfahren Gewalt, Not und Einsamkeit. Gemeinsam mit dem Atiycuy-Team begleitest du diese Kinder und ihre Mütter, um ihnen eine positive persönliche Entwicklung, ganzheitliches Lernen  und ein neues Selbstwertgefühl zu ermöglichen. Du besuchst die Kinder zu Hause, bietest gemeinsam Sport- und Spielaktionen an, unterstützt die Planung und Gestaltung der regelmäßigen Kinder- und Jugendtreffs, gibst Nachhilfe und hilfst bei der Gestaltung und Übersetzung der Kommunikation zwischen den Kindern und ihren deutschen Paten.

  • Naturschutz und Gemeinwesenarbeit – Die ganze Oxapampa-Provinz, in der Villa Rica liegt, ist UN-Biosphärenreservat. Es gibt große Naturschutzgebiete und hunderte Indianergemeinschaften. An wenigen Orten der Welt ist der Artenreichtum so groß wie in diesen tropischen Bergwäldern. Doch schon in zehn Jahren könnten diese Wälder zerstört und das Bergland unfruchtbar geworden sein. Du unterstützt unsere Naturschutzarbeit vor Ort durch Umwelterziehung, die Bewahrung eigener Naturschutzgebiete, die Kooperation mit Behörden und anderen Einrichtungen, damit diese wunderschöne Gegend auch künftigen Generationen noch Heimat sein kann.

  • Kreative Arbeit im Atiycuy-Büro – Damit all das funktionieren kann, müssen Briefe an die Paten übersetzt, Listen gepflegt, Videos gedreht, Fotos geschossen, Workshops vorbereitet und Lernmaterialien gestaltet werden. Auch dabei unterstützt du das Atiycuy-Team. Und natürlich gehören auch regelmäßige Teamsitzungen sowie gemeinsame Garten- und Hausarbeit zum Arbeitsalltag.

Das Projektzentrum „Casa Atiycuy“ – eine internationale WG, in der du ein neues Zuhause findest:

Casa Atiycuy bedeutet übersetzt aus dem Spanischen bzw. Quechua „Haus der Möglichkeiten“ oder „Du-schaffst-das-Haus“. Das aus Holz gebaute Projektzentrum besteht aus zwei Gebäuden und liegt in einem kleinen tropischen Garten direkt gegenüber vom Provinzkrankenhaus in Villa Rica. Hier liegen die Büros unserer Partnerorganisation Atiycuy Perú und zwei Mehrzweckräume, in denen die regelmäßigen Kinder- und Jugendtreffs stattfinden, genauso wie Workshops und Schulungen mit Teilnehmern aus den Indianerdörfern. Im Obergeschoss liegt die Atiycuy-WG. Hier wohnst du gemeinsam mit anderen Freiwilligen und Volontären. Tür an Tür wohnt hier aber auch das einheimische Atiycuy-Team. Als Atiycuy-Familie esst, spielt, singt und lacht ihr zusammen. Wer möchte, kann auch an Andachten teilnehmen oder selbst einmal eine gestalten. Manchmal gibt es Teamausflüge, einen Spiele- oder Filmabend und viel Möglichkeit, die neue Kultur „live“ zu erleben.

Projektzentrum „Casa Atiycuy“ am Ende der Bauphase

Villa Rica – ein Landkreis zwischen Anden und Amazonastiefland:

Das Städtchen Villa Rica hat ein paar tausend Einwohner. Es gibt einen Markt, ein paar Cafés und Restaurants, Schulen, Kirchen, ein bisschen Tourismus, Läden für den täglichen Bedarf und ein kleines Krankenhaus. Da der Landkreis Villa Rica auf 1500 bis 2000 Metern Höhe liegt, ist das Klima angenehm mit Temperaturen zwischen 14 und 32 Grad. Vor allem zwischen November und April regnet es viel. Die Bevölkerung besteht aus drei Gruppen: den wenigen Nachfahren deutschsprachiger Kolonisten, den „austro-alemanes“, der großen Mehrheit zugezogener landloser Kleinbauern aus den Hochanden, den „andinos“, und der ursprünglichen indigenen Bevölkerung aus Yánesha- und Asháninka-Indianern, den „nativos“, die bis heute über 90 Prozent ihres Siedlungsgebiets verloren haben und um ihr Überleben kämpfen. Lebensader der Gegend ist der Kaffeeanbau, nur wenn die Ernte gut war, haben die meisten Menschen genug zum Überleben.

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Interkulturalität und Vielfalt – ein toller Mix, um viel zu lernen und erleben:

Dich erwartet nicht nur eine enge peruanisch-deutsche Projektkooperation, sondern auch ein Spiegelbild der vielfältigen peruanischen Gesellschaft. Im Atiycuy-Team arbeitest du mit Menschen aus der Megacity Lima, dem Andenhochland und Amazonien zusammen. Gesprochen wird Spanisch, doch daneben auch Quechua, Yánesha und Asháninka. Es gibt unterschiedliche Kulturen und Weltanschauungen. Du bist eingeladen, diesen bunten Mix durch deinen Einsatz zu bereichern. Offene Augen, offene Ohren und ein offenes Herz sind wichtig, um miteinander und voneinander zu lernen.  Das bedeutet auch, sich aufeinander einzulassen und zu erleben, dass Dinge vor Ort u.U. ganz anders gemacht werden, als du das aus Deutschland gewohnt bist. Durch dieses kreative Miteinander entsteht eine Dynamik, die unseren Projekten, unserem Team und dir als Freiwilligem gut tut.

Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit – wichtig auch für deine persönliche Entwicklung:

Grundsäulen unserer Arbeit sind Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit. Es geht darum, Not leidende Gruppen zu befähigen, ihre ganzheitliche Lebensqualität zu verbessern. Denn nur wenn alle Lebensbereiche – vom Selbstwertgefühl, über Bildung und Einkommen bis hin zu Identität und Umweltschutz – sich positiv verändern, wird nachhaltige Entwicklung möglich. Gemeinsam mit dem Team von Atiycuy und regelmäßigen Besuchen von Chance e.V. kannst du dir viele Gedanken darüber machen, was wirklich wichtig ist im Leben und wie eine Entwicklung aussieht, die auch künftigen Generationen die Chance auf ein würdevolles Leben ermöglicht. Während deiner Zeit in Peru kannst du dir über wichtige Fragen Gedanken machen, dich selbst besser kennen lernen, deinen Glauben und deine Werte stärken und wichtige Impulse mitnehmen für die Zeit nach deinem Einsatz bei Atiycuy Perú. Dabei begleiten und unterstützen wir dich sehr gern.


Sonstige Informationen:

Länge deines Einsatzes - Atiycuy Perú ist da ziemlich flexibel. Die Einsatzlänge reicht je nach Rahmenbedingungen von einem kurzen Reinschnuppern von nur wenigen Wochen bis zu einem Aufenthalt von 12 Monaten oder sogar ein bisschen mehr.

Art deines Einsatzes - Möglich ist ein freigestalteter Freiwilligendienst, unter bestimmten Umständen in Kooperation mit einer kooperierenden Entsendeorganisation ein IJFD-Einsatz**, ein für bestimmte Studiengänge vorgeschriebenes Pflichtpraktikum, ein Auslandssemester, ein Sabbatjahr usw.  

Arbeitszeit - Der normale Arbeitstag beginnt gegen 8:30 und endet gegen 18:00. Das ganze Team nimmt gewöhnlich alle drei Mahlzeiten miteinander ein. Es gibt eine Mittagspause. Bei besonderen Aktivitäten oder Einsätzen in abgelegenen Dörfern können die Arbeitszeiten variieren.

Kosten Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung liegen je nach Wechselkurs umgerechnet bei 280-320 Euro pro Monat und beinhalten Unterkunft, Verpflegung und andere Kosten.


* Hinweis: Atiycuy Perú ist eine als gemeinnützig anerkannte Nicht-Regierungsorganisation peruanischen Rechts und rechtlich von Chance e.V. unabhängig. Ein Besuch, Praktikum oder Freiwilligeneinsatz findet ausschließlich und direkt bei Atiycuy Perú statt. Chance e.V. hilft lediglich bei der Kommunikation zwischen Atiycuy Perú und den Besuchern bzw. Freiwilligen aus Deutschland und begleitet den Bewerbungsprozess. Die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung eines Bewerbers trifft der Vorstand von Atiycuy Perú. Chance e.V. erhält für die Hilfe bei der Kommunikation zwischen Bewerbern und Atiycuy Perú keinerlei Vergütung oder Gegenleistung und tritt nicht als Reiseveranstalter auf. Chance e.V., sein Vorstand und seine Mitglieder sind nicht haftbar. Ein Besuch, Praktikum oder Freiwilligeneinsatz findet stets auf eigene Kosten und in eigener Verantwortung statt. Praktikanten, Volontäre und Freiwillige sind verpflichtet, selbst für ausreichend Versicherungsschutz zu sorgen. Sie selbst tragen die Verantwortung für Planung und Organisation der Reise und ihre Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden vor Ort.

** Beim Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) handelt es sich um einen von der Bundesregierung geregelten Freiwilligendienst, der vom Bundesfamilienministerium gefördert wird.

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