Chance e.V. - Zukunft für Menschen

Nachhaltige Landwirtschaft und Armutsbekämpfung

Die große Mehrheit der Menschen in den Dörfern und Indianergemeinschaften der Regenwälder und Berge Perus lebt von Subsistenzlandwirtschaft, wobei jede Familie oft nur ein kleines Stück Land bewirtschaftet und in großer Armut lebt. Die Menschen haben kaum Zugang zu Bildung, Fachwissen, Innovation und Absatzmärkten, weshalb die Abhängigkeit von halsabschneiderischen Zwischenhändlern groß ist. Alternativen zur Landwirtschaft gibt es in den meisten Fällen nicht.

Hinzu kommt, dass die Kleinbauern gleichzeitig Verursacher und Opfer großer ökologischer Probleme sind. Entwaldung, schlecht geeignete Anbaumethoden und unsachgemäßer Umgang mit chemischen Produkten führen zu Erosion, Bodenverschlechterung, Trinkwasser- und Gesundheitsproblemen sowie wachsender Armut.

Dorfbewohnerin aus Ingenio Bajo vor dorfeigener Baumschule mit Tara-Baumsetzling

Die Schwächung der eigenen kulturellen Identität, riesige, durch den Kokaanbau verursachte soziale Probleme sowie der Verlust traditioneller Werte und des sozialen Zusammenhalts führen zur inneren Verwahrlosung vieler Dorfgemeinschaften.

Gemeinsam mit den Dorfbewohnern bekämpfen wir diese Probleme und entwickeln Alternativen:

Soziale Arbeit – Wir fördern traditionelle Werte, Zusammenhalt und Teamarbeit, damit die Dorfbewohner sich gegenseitig stärken und unterstützen.

Bildung und Innovation – Schulungen und praktische Workshops vermitteln den Kleinbauern wichtiges Wissen und innovative Techniken, wie ökologisch nachhaltige Anbaumethoden, Herstellung natürlichen Düngers, Fruchtfolgen, agro-forstwirtschaftliche Produktionsmethoden usw.

Planung – Wir ermutigen die Bauern, ihre Tätigkeiten nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten bewusst langfristig zu planen, was die gezielte wirtschaftliche Entwicklung fördert.

Gemeinschaftsbaumschulen – In von den Bauern gemeinschaftlich betriebenen Baumschulen produzieren sie Baumsetzlinge. Bäume werden so nicht mehr als störende Konkurrenz zur Landwirtschaft wahrgenommen, sondern als wichtige Verbündete im täglichen Kampf ums Überleben. Sie schützen vor Erosion und Bodenverschlechterung und bieten zusätzliche Einkommensmöglichkeiten durch gezielte Holz- und Obstproduktion. Dies verringert den Druck auf die natürlichen Wälder.

Alternative Wirtschaftszweige – Chance e.V. unterstützt die Dorfbewohner bei der Entwicklung und Erschließung alternativer Einkommensmöglichkeiten wie Imkerei, Tourismus, Meerschweinchen- und Kleintierhaltung, den Anbau traditioneller Heilpflanzen, die Produktion von Orchideen, Seife, Kerzen oder Kunsthandwerk. Dies stärkt die ökonomische Diversifikation, die kulturelle Identität, die ökologische Nachhaltigkeit und die sinnvolle wirtschaftliche Entwicklung.

Vermarktung – Unterstützung bei Transport und Vermarktung der Produkte verbessert den direkten Marktzugang, verringert die Abhängigkeit von Zwischenhändlern und steigert das Einkommen der Kleinbauern.

Zu unserem Team gehören Land- und Forstwirtschaftsexperten sowie Lehrer und ehrenamtliche Helfer.

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