Neuigkeiten aus unseren Projekten und Arbeiten vor Ort

Geschichten über die Menschen vor Ort, über die positiven Prozesse und die erfolgreichen Entwicklungen in Peru und Kenia. Hier erfahren Sie mehr über die alltäglichen kleinen Erfolge.

Diese Kinder suchen dringend Paten

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Tatiana

Tatiana ist sieben und lebt in Villa Rica. Ihre Mutter Ingrid ist alleiner-ziehend und hat noch zwei andere Töchter (5 und 1). Tatianas Vater Edmundo Zavala verließ die Familie schon früh. Danach hatte die Mutter einen Lebensgefährten, der bis vor kurzem mit ihnen zusammen in der kleinen Holzhütte lebte, die ihnen der Großvater überließ. Doch nun hat auch er sie verlassen. Damit sich die Mädchen entwickeln können, ist Hilfe von außen deshalb unbedingt nötig. Vor allem jetzt während der Corona-Pandemie wird die Situation der ohnehin in Armut lebenden Familie von Tag zu Tag schlimmer. Deshalb braucht Tatiana so bald wie möglich unsere Hilfe. Tatiana isst gern Obst und ihr Lieblingsfach ist Religion. Vor Corona besuchte sie die erste Klasse und lernte lesen, schreiben und malen. Doch jetzt sind die Schulen noch bis zum Jahresende geschlossen. Tatiana leidet sehr darunter, dass sie nicht zur Schule gehen kann, sie träumt davon einmal Lehrerin zu werden. Zu Hause ist sie sehr verantwortungsvoll: Nach den Hausaufgaben hilft sie aufzuräumen und versorgt ihre jüngere Schwester. Früher arbeitete Tatainas Mutter als Reinigungskraft in einer Pension, doch nun gibt es schon seit Monaten keine Touristen mehr. Trotz ihrer Bemühungen, die Familie allein zu ernähren, schafft Tatianas Mutter es deshalb nicht, die Familie auch nur mit dem Nötigsten zu. Versorgen. Deshalb suchen wir dringend eine Patin oder einen Paten für die Kleine, ohne deren Hilfe sie wohl keine Chance auf ein Leben in Würde haben kann.

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Sian

Sian Taki (9Jahre) ist ein sehr ruhiges, zurückhaltendes Mädchen aus einer extrem armen Familie und besuchte die erste Klasse der Nkoilale Grundschule, bevor diese auf unbestimmte Zeit wegen der Corona-Krise geschlossen wurde. Am Anfang erzielte sie gute Noten, doch weil sie immer häufiger nicht zum Unterricht zugelassen wurde, ließ ihre Leistung in der Schule immer mehr nach. Der Grund hierfür war die extreme Armut der Eltern. Sie konnten das Schulgeld nicht Zahlen und Sian wurde immer häufiger vom Unterricht ausgeschlossen. Zu Hause spielt Sian gern Verstecken oder singt. Außerdem hilft sie ihrer Mutter beim Sammeln von Feuerholz und Wasser. Als einzige Tochter ihrer Eltern hängt Sian sehr an ihrer Mutter. Sian hat sieben Brüder, ihre Mutter heißt Noorkishienkop Taki. In der großen Familie besuchen überhaupt nur zwei Kinder die Schule, alle anderen konnten wegen der großen Armut selbst vor der Pandemie nicht zu Schule gehen. Schon vor Corona gab es meist nur eine einzige Mahlzeit pro Tag, doch mit der wirtschaftlichen Lähmung durch den Lockdown ist die Lage der Familie noch prekärer geworden. Die Mutter ist arbeitslos und der Vater arbeitet in einem kleinen Dorfladen als Schlachter. Doch damit verdient er noch nicht einmal 40 Euro im Monat. Dieses winzige Einkommen reicht noch nicht einmal für die wichtigsten Grundbedürfnisse der kinderreichen Familie. Die Lebensbedingungen dieser Familie sind erschütternd und haben sich durch Covid-19 noch weiter verschlechtert. Als Patenkind wird Sian nach der Pandemie auf jeden Fall wieder zur Schule gehen können, bis dahin versorgen wir die ganze Familie mit Lebensmittelnothilfe.

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Lia

Lia ist sechs Jahre alt und wohnt gemeinsam mit ihrer Großmutter, Luz, zur Miete in einer ärmlichen Holzhütte mit Wellblechdach. Luz arbeitet zweimal wöchentlich als Tagelöhnerin auf dem Feld, putzt und wäscht zudem die Wäsche für andere Leute. Keine dieser Arbeiten bietet ihr ein sicheres Einkommen, das sie dringend benötigt, um ihre Tochter und ihre Enkeltochter zu versorgen. Trotzdem muss die dreiköpfige Familie mit diesem winzigen Einkommen irgendwie überleben. Lias Mutter, Maytte Andrea Astupillo Leon, brachte Lia mit gerademal 14 Jahren zur Welt. Sie selbst besucht noch eine Schule in Oxapampa. Deshalb kann sie nicht arbeiten und ihre Tochter nur sonntags besuchen. Lias Papa, Mayer Turjam Zumaeta Marín, ist in Pucallpa im Gefängnis, weshalb er Lia seit ihrem ersten Lebensjahr nicht mehr gesehen hat. Manchmal reicht das Geld noch nicht einmal, um Essen zu kaufen. Dann isst Lias Großmutter einfach gar nichts, damit Lia etwas essen kann. Obwohl Lia weiß, dass Maytte ihre Mutter ist, spricht sie sie immer mit „Schwester“ an, weil Maytte noch so jung ist. Lia geht in die erste Klasse der Grundschule und leidet sehr unter der Diskriminierung durch die anderen Kinder, die sich über sie lustig machen, weil ihre Mama selbst fast noch ein Kind ist Maytte bei ihrer Großmutter aufwächst. Außerdem hat Lia eine Sprachstörung. Sie kann das „r“ nicht aussprechen, auch deshalb wird sie oft gehänselt.  

Lia braucht dringend die Unterstützung unseres Kinderpatenprogramms, da sie sonst Gefahr läuft die Schule abzubrechen und ein ähnliches Schicksal wie ihre Mutter zu erleiden. Außerdem braucht die Kleine dringend psychologische Betreuung, um mehr Selbstbewusstsein entwickeln zu und dem Mobbing nicht mehr hilflos ausgeliefert zu sein. Deshalb suchen wir sobald wie möglich eine Patin oder einen Paten für dieses Mädchen.

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Talía

Talía wurde 2010 geboren und ist die Jüngste dreier Schwestern. Ihre Eltern sind Benjamín Pérez und Gladys Cruz, sie leben jedoch getrennt. Talías Mutter stammt aus einem Yanesha-Dorf und ist Expertin für heimischen Heilpflanzen. Mit ihren Kenntnissen hilft sie den Einwohnern. Ihren Lebensunterhalt verdient sie durch schwere Feldarbeit auf ihrem kleinen Acker im Dschungel. Doch dabei hat sie große Schwierigkeiten, da eine Fehlbildung ihrer Arme schwere chronische Schmerzen hervorruft. Auf Grund dieser Behinderung leben Talía und ihre Mutter in schlimmer Armut. Deshalb lebt die Familie in Villa Rica in einer abbruchreifen Holzbaracke am Stadtrand, welche sie gemietet haben. Die Armut ist so groß, dass es manchmal noch nicht einmal fürs Essen reicht. Vor der Pandemie konnten wir Talía vor allem dabei helfen, sich auf die Schule zu konzentrieren, doch seit Monaten sind die Schulen nun schon geschlossen. Durch die Pandemie und den Lockdown ist die Armut der kleinen Familie noch viel schlimmer geworden. Ohne gezielte Unterstützung von außen wird Talía ihr Potential wohl kaum entdecken und der Armut nicht entkommen können. Um die Kleine vor einem schlimmen Schicksal zu schützen, suchen wir dringend eine Patin oder einen Paten für das Mädchen.

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