Gladys

landlose, alleinstehende Mutter und Maasai-Frau

„Mit 15 bekam ich mein erstes Kind, ohne verheiratet zu sein. Das war eine Schande und ich bin bis heute auf mich allein gestellt. Ohne Mann kann ich als Maasai-Frau kein eigenes Land besitzen, deshalb müssen meine Mutter, meine jüngeren Geschwister, meine Kinder und ich uns allein durchschlagen.“

„Wir schaffen es gerade einmal, ein kleines Stück Land von einem wohlhabenderen Dorfbewohner zu pachten. Das ist sehr teuer und von dem, was übrig bleibt, müssen wir alle überleben. Ohne die deutschen Paten meiner Kinder könnten wir uns die Schulgebühren kaum leisten.

Jeden Tag stehe ich um 5 Uhr auf, mache Feuer, koche Tee und ziehe die Kinder für die Schule an. Nachdem wir jeder eine Tasse Tee getrunken haben, gehe ich spätestens um 6 Uhr aufs Feld. Gegen 10 Uhr laufe ich je nach Jahreszeit ca. 2 km zur nächstgelegenen Wasserstelle, um für die ganze Familie Wasser zu holen. Danach gehe ich bis zu 6 km, um irgendwo in unserem Dorf, wo es keine Wälder mehr gibt, etwas Feuerholz zu finden. Manchmal trage ich Feuerholz und Wasser auf dem Kopf nach Hause, manchmal nehme ich einen Esel mit. Zu Hause angekommen, muss ich mich um unsere fünf Kühe kümmern. Weil unser Land aber nicht genug Gras hergibt, geben alle fünf Kühe nur zwei Liter Milch am Tag.

Nachmittags koche ich Ugali (Maisbrei) und manchmal sogar Gidheri (Mais und Bohnen). Abends, wenn es schon dunkel ist, sitzen wir alle zusammen in unserer Hütte und nehmen die einzige Mahlzeit des Tages zu uns.

Am meisten gefällt mir das Kühehüten, die Feldarbeit macht mir weniger Spaß. Mein wertvollster Besitz ist meine Lieblingskuh, die ich Sengera nenne, weil ich sie auf dem Markt in Sengera gekauft habe.

Ich liebe meine Kinder sehr, aber schwanger zu werden und allein erziehende Mutter zu sein, war und ist eine riesige Belastung, denn manchmal weiß ich einfach nicht, woher das Geld für Essen, Arzt, Schule und Kleidung kommen soll. Manchmal kann ich deshalb kaum schlafen, weil ich mir Sorgen mache, aber dann sage ich mir selbst: „Gladys, gib nicht auf. Vertraue auf Gott.“ Dann schlafe ich wieder ein und am nächsten Morgen bin ich stark genug, um weiter zu kämpfen.

Chance e.V. vermittelt mir den Eindruck nicht allein zu sein. Mithilfe der Patenschaften können meine Kinder zur Schule gehen und für ihr späteres Leben lernen. Ich freue mich, dass Chance e.V. in unserem Dorf auch eine Dorfbaumschule betreibt, die den Menschen hilft, wieder Bäume zu pflanzen, die wir zum Leben brauchen.“

Paten dringend gesucht.

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