Radio und Lebensmittelpakete

Rettung für die Maasai

Erfahrungsbericht

„Die Verantwortung für eine ganze Dorfgemeinschaft zu tragen ist wirklich nicht leicht. Oft fühlst du dich allein und bei so viel Ungerechtigkeit und Not kommen dir manchmal sogar die Tränen. Doch in Chance e.V. haben wir einen starken Verbündeten. Andere Organisationen kommen und schenken uns Projekte, die wir gar nicht dauerhaft aufrechterhalten können. Dann ziehen sie weiter und lassen uns mit noch mehr Problemen zurück. Chance e.V. ist anders. Das Team nimmt sich die Zeit für tiefen Dialog und wahrhaftige Begegnung, manchmal auch für lange Diskussionen. Am Ende vermitteln sie uns aber die Fähigkeiten, unsere Angelegenheit in die eigene Hand nehmen zu können.“
Roland

In weniger als einer Woche verteilte unser Team in Kenia trotz Ausgangssperre große Mengen LebensmittelWassertanks und Seife. Die hundert ärmsten Familien können so ein bis zwei Monate überleben. Damit die Dorfbewohner, von denen viele kaum lesen und schreiben können, sich in dieser schwierigen Situation nicht allein gelassen fühlen, hat unser Team außerdem kurzerhand das Chance-Radioprogramm auf Maa (Live-Link zum Reinhören in den beliebten Lokalsender Sidai FM, über den unser Chance-Radioprogramm ausgestrahlt wird.) aus dem Boden gestampft. Denn die Menschen brauchen jetzt jemanden, der sie informiert und aufklärt, ihnen zuhört, mit ihnen betet, sie ermutigt und auf die Zeit nach der Pandemie vorbereitet. Wegen der Kontaktsperre, geht das am besten über Radio und SMS. 

Hier ein Auszug aus dem Programm zum Anhören:

Das ist wichtig, denn die Menschen sind erschüttert: In nur einem Monat hat die Pandemie den Safaritourismus als Wirtschaftsgrundlage der Dörfer ausgelöscht. Dabei haben sie lange dafür gekämpft, ihr eigenes Naturschutzgebiet zu schaffen, das von Safarianbietern genutzt wird, die der Dorfgemeinschaft Pacht zahlen und Arbeitsplätze schaffen. Gerade als die schwierige Anlaufphase des Projekts vorbei war und die Menschen mit den Einnahmen zumindest überleben konnten, brach nun alles erst einmal zusammen: Köche, Zimmermädchen, Safariguides, Gärtner, Fahrer, Kfz-Mechaniker, Wächter und viele andere sind von heute auf morgen arbeits- und einkommenslos. Familien können das Schulgeld nicht mehr zahlen und ob die nächste Jahrespacht kommt, ist fraglich. Das Überleben der Maasai, des Dorfnaturschutzgebiets und des gesamten Maasai Mara – Serengeti – Ökosystems ist bedroht, denn überall im Maasai-Land bietet sich dasselbe Bild.

Einerseits machen die Menschen sich Sorgen um ihre Gesundheit, denn ein funktionierendes Gesundheitswesen gibt es nicht. Andererseits herrschen Furcht vor dem Hunger und Angst um die Zukunft. Denn sollten jetzt, wo die Touristen wegbleiben, die Wilderer und Elfenbeinschmuggler zurückkommen, kann das ganze Zukunftskonzept, für das die Dorfbewohner lange gekämpft haben, in kurzer Zeit zerstört werden. Denn ohne Dorfnaturschutzgebiete und wilde Tiere werden die Touristen auch nach der Krise nicht zurückkommen.

Deshalb arbeiten wir auf Hochtouren, um den Menschen Perspektiven zu geben – kurzfristig und langfristig: Wir verteilen Lebensmittelhilfe, zahlen den Viehhirten für jedes von Löwen gerissene Rind eine Entschädigung und helfen den ärmsten Familien über unser Patenkinderprogramm.

Und abends, wenn die Maasai-Familien am Feuer zusammensitzen, besuchen wir sie über das Radio. Wir informieren über das Virus und erklären, wie sie sich schützen können. Wir berichten von unseren Hilfen für Kinder und Viehhirten und sind für die Menschen da. Sie schicken unserem Team SMS oder rufen an und bekommen so den Beistand und die Informationen, die sie brauchen. Vor allem klären wir sie auf über die Bedeutung ihres eigenen Naturschutzgebiets, auf das sie stolz sein können. Denn sie müssen begreifen, dass es ohne das Naturschutzgebiet kaum eine Zukunft geben kann. Es geht darum, die Kraft zu finden, die nötig ist, diese Krise zu überstehen, um dann gemeinsam eine für alle im Dorf lebenswerte und nachhaltige Zukunft zu gestalten.

Hilfe fürs Helferradio dringend nötig

Die Kosten für das überlebenswichtige Maasai-Radioprogramm in Höhe von ungefähr 1.000 Euro im Monat waren in unserem Jahreshaushalt nicht vorgesehen. Um diese Mittel zusammenzubekommen, brauchen wir Hilfe. Oder helfen Sie durch eine Dorfpatenschaft.

Des Weiteren helfen den Maasai deine Gebete und wenn du anderen von unserer Nothilfe für die Maasai erzählst oder Hilfsaktionen organisierst.
Vielen Dank und Ashé Oleng!
 
Spendenkonto von Chance e.V.:
DE92 3506 0190 1014 4450 10, Verwendungszweck „8400 Kenia“

Paten dringend gesucht.

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